Hör auf mich zu erwähnen!

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Hör auf mich zu erwähnen!

19
Dez,2014

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Gestern kam es auf Grund einer Restaurant-„Kritik“ in einer Facebook-Gruppe zu einer Diskussion, angefacht von mir und einem, zugegeben etwas provokativen Vorwurf an einen Troll, das Trollen sein zu lassen. Bisher bin ich in Diskussionen per Kommentarfunktion auf Google+, Facebook und auf Twitter sowieso immer so verfahren, dass ich die Person, welcher ich ein bestimmtes Argument näher bringen will, auch erwähne. Dieses „Erwähnen“ war und ist für mich einer der grundlegenden Bestandteile von Social Media und sozialen Netzwerken.

Es bietet klare Vorteile, Leute in einem Kommentar zu erwähnen. Zum Einen erfährt die Person, dass sie erwähnt wurde und weiß so, dass es Neuigkeiten gibt, um die man sich kümmern kann. Kann, nicht muss. Zum Anderen weiß man, dass man direkt angesprochen wurde und nicht eine Aussage für die Allgemeinheit getroffen wurde.

Ohne die Mention, also Erwähnung, wäre eine Konversation auf Twitter unmöglich. In den übrigen sozialen Netzwerken würden wohl viele Dinge an mir und auch anderen vorübergehen, wenn nicht der Facebook- oder Google+-Algorithmus uns die Meldungen dann doch in den Stream spülen würden. Trotzdem bleibt das Erwähnen von Personen für mich ein essentieller Bestandteil in sozialen Netzwerken.

Ich habe daher gestern auch nicht verstanden, warum ich diese Erwähnungen unterlassen soll. Ich habe versucht das zu erklären. Für mich ist eine Diskussion immer mit Augenkontakt verbunden. Im Netz kann ich keinen Augenkontakt herstellen. Also muss ich dem Gegenüber auf eine andere Art und Weise vermitteln, dass ich genau mit ihm spreche, genau auf seine Fragen, Einwände und Argumente eingehe. Das wurde gestern nicht verstanden und führte scheinbar zur kompletten Löschung der Person. Oder Facebook hat eine verdammt effektive Art gefunden Leute zu blocken. Jedenfalls habe ich das einfach unter „ferner liefen“ abgehakt.

Heute dann der zweite „Vorfall“ dieser Art. In einer Facebook Gruppe. Für Fanpage Admins. Man sollte also annehmen, dass hier eine gewisse Sensibilität und ein Grundverständnis von Social Media vorhanden sein sollte. Das zu diskutierende Posting bezog sich auf ein „Gewinnspiel“ eines B-Promis, der scheinbar irgendeine Jute-Tasche verloste. Losgelöst von Recht, Gesetz und Facebook AGBs und ohne Transparenz. Aber bei B-Promis habe ich immer so dieses PAL-Problem. Sie und der Müll, den sie auf Facebook so verbreiten sind das „Problem anderer Leute“. So wie das Vormittags-Programm auf RTL. Man muss jede Gesellschaftsschicht irgendwie bespaßen. Mich darüber aufzuregen ist mir mittlerweile schon fast zu doof. Jedenfalls machen es meine Nerven auf Dauer nicht mehr mit. Aber das ist ein anderes Thema.

Heute also in dieser „Diskussion“ plötzlich der Einwand eines Gruppen-Mitglieds:

Bildschirmfoto  Facebook

 

 

Zum Einen verstehe ich nicht, warum hier das Wort „markiert“ verwendet wurde. Gut. Es heisst „…hat dich in einem Beitrag markiert…“ das ist wohl unschön gelöst von Facebook. Trotzdem sollte man doch meinen, dass dies eher eine Erwähnung ist denn eine Markierung. Markiert wird man dann doch eher auf Fotos. Etwas, dass ich auch nicht unbedingt mag. Vor allem wenn es sich um irgendwelche Spam- oder Spaß-Fotos handelt. Aber ich schweife ab.

Meiner Meinung nach sollte doch jemand, der eine Fanpage administriert (oder zumindest so tut als ob), den Unterschied erkennen? Den Sinn darin verstehen? Aber eine völlig penetrante Unart?

Daher meine 5 Cent zu diesem Thema:

Hallo, liebe Community Manager, Social Media Macher und alle anderen die irgendwo eine Fanpage oder ähnliches administrieren.

Eine Mention ist Kernbestandteil von sozialen Netzwerken. Social Media ist Konversation. Konversation bedeutet Diskussion. Diskussion bedeutet Leuten, mit denen man spricht in die Augen zu sehen, wenn man ihnen etwas zu sagen hat. Wer das nicht verstanden hat, ist hier falsch. Wer hier falsch ist, kann kein Social Media machen.

Oder mit den Worten eines alten Schulfreunds:

Harry G über das Internetz:

if you use the Netz, don’t complain you’re getting used.

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