Interesse an Produkten der Telekom? Und zack sind die Daten sonst wo…

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Interesse an Produkten der Telekom? Und zack sind die Daten sonst wo…

7
Jul,2015

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Ich war Ende Juni in einem T-Punkt in Regensburg. Die Beratung war okay und ich hatte mehrfach gesagt, dass ich nur Interesse an der Dienstleistung hätte, aber keinen Vertrag abschließen will. Ich habe am Ende des netten Gesprächs den Laden verlassen und dachte mir „eigentlich ganz nett“. Im Verlauf hatte ich mich noch gewundert, dass ich meinen Personalausweis aushändigen musste. Dachte mir aber nichts, weil ich ja keinerlei Einwilligung gegeben hatte um meine Daten weiter zu geben oder zu verarbeiten. Dann heute nach Ende des Poststreiks ein Brief in meinem Briefkasten:

Ablehnung Ihres Auftrags für den Festnetz-Anschluss.

Sehr geehrter Herr Buchner,

vielen Dank für Ihr Interesse an einem Festnetz-Vertrag. Ihren Auftrag haben wir bereits sorgfältig geprüft:

Derzeit können wir Ihren Wunsch leider nicht ausführen.

Ich dachte mir einfach nur: Was zum Teufel? Ich habe nie einen Auftrag erteilt!

Also habe ich mich an die Leute von @telekom_hilft gewandt. In der Hoffnung hier schnell und unkompliziert eine Lösung zu finden.

Die Telekom reagiert erst einmal unwissend.

Kurzes Nachhaken meinerseits:

Darauf reagiert man richtig. Wie auch sonst. Die Realität sagt aber immer noch etwas anderes.

Klarstellung von mir:

Und nochmal also zum primären Anliegen

Jetzt schweift man bei der Telekom mal „ganz unauffällig“ ab:

Ich will aber zurück zum Kern des Pudels:

Die Telekom aber anscheinend nicht. Denn obwohl meine Daten mit Auskunfeteien abgeglichen wurden, beteuert man, dass man „pfleglich“ mit den Daten umgeht. Genau. Und der Papst ist evangelisch.

Inzwischen wurde mir ein ähnlicher Vorfall von einem Bekannten auf Google+ bestätigt. Ich breche also erst mal die Kommunikation auf Twitter ab und schreibe eine E-Mail an die auf dem Schreiben angegebene E-Mail-Adresse. Inhalt: Auskunftersuchen gemäß Bundesdatenschutzgesetz und Antrag auf Löschung. Dann harren wir mal der Dinge die da kommen.

Die Twitter Crew will noch einmal reden. Leider zu spät in meinen Augen.

Und nein ich mein das nicht persönlich. Ich weiß, dass die Leute in einem Call-Center nur das machen was ihnen gesagt wird. Ich hab gegen den Ansprechpartner der sich in der ganzen Sache nicht geändert hat definitiv nichts. Höchstens Mitleid.

UPDATE 08.07.2015 11:00 Uhr: Auf die E-Mail wurde reagiert. Man fordert meine Anschrift und mein Geburtsdatum zu Legitimationszwecken an. Immerhin etwas.

UPDATE 21.07.2015 12:00 Uhr: Da ich bis jetzt keine weitere, zufriedenstellende Antwort und Auskunft von der Deutschen Telekom erhalten habe und auch mein Antrag auf Auskunft gemäß Bundesdatenschutzgesetz unbeantwortet ist, habe ich gestern noch eine E-Mail abgeschickt. Dieses Mal mit dem Hinweis, dass es sich ja im vorliegenden Fall eventuell auch um versuchten Betrug handeln könnte. Dieser Verdacht erhärtete sich gestern Abend bei einem Gespräch mit Ex- und Mitarbeitern der Telekom, welche mir im persönlichen Gespräch bestätigten, dass diese „Fehler“ bei der Telekom regelmäßig passieren. Dies sei unter anderem dem Provisionsmodell geschuldet. So erhalten die Mitarbeiter alle eine Vorgabe, welche Anzahl an Mobilfunk- oder DSL-Verträgen sie abschließen müssen um eine gewisse Bonus-Zahlung zu erhalten. Ohne Bonus-Zahlung scheinen die Einkünfte eines Telekom-Mitarbeiters wohl nicht auszureichen um über die Runden zu kommen.

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