First Times: BarCamp Hamburg

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First Times: BarCamp Hamburg

18
Nov,2018

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Long Time not read? Ja. Hat Gründe. Einer davon ist mein Umzug in Richtung Norden, ein anderer, dass ich mich derzeit irgendwie neu finde. Aber irgendwie packt es mich doch gerade wieder und ich will mal wieder in die Tasten hauen. Und da ich den vergangenen Freitag und Samstag mal wieder auf einem BarCamp war und die Regel ja lautet „talk about BarCamp“ hier also meine Reflektion des BarCamp Hamburg

Ich habe seit dem letzten Post auch andere BarCamps besucht. Das bcruhr zum Beispiel und auch das bcnue und das FotoCamp in Bad Schandau. Aber da Hamburg meine neue Heimat ist, möchte ich das hiesige BarCamp dann doch einmal vor allen anderen Revue passieren lassen. 

First of all: Es war schön. 

Ja, es war irgendwie erst mal nicht ein BarCamp wie ich es sonst so kenne. Aber dieses frühere Feeling hat bei mir irgendwie schon lange nachgelassen. Das liegt eher an mir, nicht an den Camps. Das letzte Camp, auf dem ich dieses echte BarCamp Feeling hatte war das in Regensburg und da bin ich voreingenommen, denn ich war da in der Orga. Aber das Feeling ist definitiv nicht alles. Es geht um vieles mehr. Nicht nur darum, immer die selbe „Crew“ zu treffen. Denn die „heavy barcamper“ die ich sonst immer wieder getroffen habe, waren allesamt nicht da. Und das ist bei inzwischen gut 6 Jahren BarCamp Tourismus echt mal etwas neues. 🙂

Aber eine Orga kann durch verschiedene Dinge glänzen. Unter anderem dadurch, dass quasi alles glatt läuft und man gar nicht bemerkt, dass sie da ist. Und das war beim BarCamp Hamburg auf jeden Fall so. Während die Orgas von aderen BarCamps immer farblich abgehobene Shirts und Hoodies tragen, war das in diesem Fall nicht notwendig. Es lief einfach alles. Zumindest habe ich keinerlei größere Probleme erlebt. Außer dem Einen. Und dazu jetzt kurz:

haters gonna hate

Dieses Thema muss ich mal kurz anschneiden, weil es wirklich hoch gekocht hat. Und weil ich es auch in meinen Tweets thematisiert habe. Ohne den Hashtag oder das BarCamp zu erwähnen. Aber die ganze Struktur eines BarCamps, das wieso und warum leben von der Kommunikation auf Augenhöhe. Etwas, dass Heiko und Daniela eigentlich gut gemacht haben. Sie haben auf eine mangelnde vegane Alternative hingewiesen. Dass sich aus einem nett und ernst gemeinten Hinweis dann ein kleiner Mini-Shitstorm entwickelt war ehrlich gesagt zu erwarten. Dass ein anderes BarCamp diese Entwicklung (warum auch immer) befeuert war für mich ehrlich gesagt sehr befremdend. 

Wir haben in Regensburg immer versucht, auf Unverträglichkeiten und Vorlieben bei der Ernährung Rücksicht zu nehmen. Auch wenn es nicht immer geklappt hat. Aber versucht wurde es. Dass es nicht klappt, kann viele Gründe haben. Aber egal, wer kurz nicht aufgepasst hat. Lieber einen Hinweis anbringen als gleich mal den Holzhammer auspacken. Und das gilt für alle Seiten. 

Dass diese Diskussion so aus dem Ruder gelaufen ist und dabei auch noch ein anderes BarCamp aus welchen Gründen auch immer mit hinein gezogen wurde, finde ich persönlich mehr als traurig…

but now to something completely different

Jetzt aber zum BarCamp selbst. Mein Ticket hatte ich von Birte bekommen, die leider keine Zeit hatte. Obwohl per Mail zwei Wochen vorher bestätigt wurde, dass das Ticket überschrieben wird, war für mich kein Namebadge vorhanden. Aber kein Problem, denn am Checkin hat man einfach, schnell und unkompliziert ein neues, größeres Badge ausgedruckt. Auch für Nina, mit der ich da war, wurde schnell ein neues gedruckt. Aus Gründen. 

Das Frühstück war mit Mettigel mal was ganz neues, auch wenn Zwiebeln gefehlt haben. Hat man sonst nicht auf einem BarCamp. Die fehlenden Alternativen wurden auf Twitter ja schon zur Genüge diskutiert. Für mich hat es geklappt. Ich musste auch sonst nicht verhungern. Das Ganze aber als „Fresscamp“ zu bezeichnen, würde ich nach dem Besuch des bcruhr nicht unterschreiben. Aber ich denke, daraus wird die Orga und Otto einfach mal ein Learning ziehen und kommendes Jahr wird alles besser. 🙂 

 

Die Sessions waren wie immer vielfältig und die Auswahl fiel schwer. Leider war der Raum für die Pitches hoffnungslos überfüllt. Da wir dank HVV etwas später angekommen sind, hat man quasi nichts mitbekommen. Die Zettel am Sessionboard waren zwar meist liebevoll geschrieben aber es fehlte manchmal an weitergehenden Informationen. Einer der Gründe, warum ich dann doch des öfteren aus einer Session verschwunden bin. Nächstes Mal werde ich also echt früher da sein.

Die Sessions am Samstag

Die erste Session war von Johannes und es ging um Fotografie, insbesondere mit dem Smartphone. Johannes kenne ich schon eine Weile und weiß, dass er da Ahnung hat. Und da ich in Zukunft wohl öfter mit meinem Honor Fotos machen muss, habe ich mir die Session angeschaut und wirklich ein paar nette Learnings draus gezogen. Das nach dem Workshop anschließende Feedback der Teilnahmer war ebenso hilfreich.

Schöne Texte war im Anschluss daran meine Wahl. Den Hinweis, dass es sich dabei um eine Session für Anfänger handelt, war hilfreich. Denn relativ bald musste ich hier leider raus. Die Infos waren gut, mir aber nicht neu. Und leider galt hier einmal nicht die Regel, dass unvorbereitete Sessions die besten sind. 

Nach einer Mittagspause und viel viel Smalltalk habe ich dann noch die eine oder andere Session besucht und mich dann wie viele in die Session „Serienjunkies“ von Scotty begeben. Kurzweilig, leider ohne Popcorn aber echt mal was anderes. Welche Serien man unbedingt sehen sollte, hat Nina zusammengefasst. 🙂

Was im Hörsaal passiert, bleibt im Hörsaal

Ja ich weiß, der Spruch ist eher für den Hecht reserviert und man möge mich dafür kreuzigen. Aber es war schon eine rasante Fahrt quer durch Hamburg und der anschließende Abend war wirklich witzig. Nicht nur, dass Martin mit abwechselnden Tanzpartnerinnen den DJ erfolgreich getrollt hat, auch die Gespräche waren wirklich nett und man konnte sich in einem sehr entspannten Umfeld leereiche Konversationen führen. Danke auch dafür. 🙂

Quality Saturday

Normalerweise kenne ich nur die Qualitäts-Sonntage. Ein Qualitäts-Samstag war mir neu. Aber dass es ein Samstag ist, merkte man schon. Das Sessionboard wurde leicht und ziemlich voll. Ein Grund, warum ich mich gedrückt habe. Sorry an dieser Stelle. Nächstes Jahr dann dafür mit zwei Sessions. 😉

Die Themen waren weniger Tech- und Marketing-lastig und wirklich interessant. Und es war wirklich querbeet was dabei. Von „Tanzen mit Zebras“ bis zu ADHS. Und dazu natürlich immer die Möglichkeit, in Gesprächen neue Leute und Sichtweisen kennenzulernen. 

Fazit

Mir hat es ganz gut gefallen. Es gab Kritikpunkte, aber das Team hat alles gegeben. Für ein so großes BarCamp braucht es einfach viele Leute, die sich damit beschäftigen und unterstützen. 

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nie nach viel Arbeit aussieht. Aber auch wenn man lange Zeit wenig Kraft und Zeit investieren muss, die letzten Monate und Wochen sind einfach stressig und nicht so einfach zu wuppen. Ich kenne das von Regensburg mit knapp 120 Teilnehmern. Hamburg hat deutlich mehr. Jeder der meckert, darf sich von mir dazu aufgerufen fühlen, sich produktiv für 2019 zu beteiligen. Ich persönlich habe meinen Hut für eine Unterstützung heute in den Ring geworfen. 

Und egal wie es ausgeht: See ya in 2019 and make the barcamp hamburg great again 🙂

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